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Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Acht weitere Ortschaften befreit

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Acht weitere Ortschaften befreitQuelle: TASS © ALEXANDER POLEGENKO
  • 17.10.2026 16:07 Uhr

    16:07 Uhr

    Selenskij spricht von schwerem Angriff auf ukrainische Energieinfrastruktur

    Die energetische Infrastruktur der Ukraine ist am Vortag von einem der schwersten Angriffe getroffen worden, erklärt Präsident Wladimir Selenskij. Mehr als 15 wichtige Anlagen zur Stromerzeugung und Energieübertragung gerieten unter Beschuss. Die schwierigste Lage verzeichnen die Behörden in Luzk, Rowno, Schitomir, Winniza, Schepetowka, Slawuta und Neteschin. Zudem wurden Objekte in den Gebieten Charkow, Kiew und Dnjepropetrowsk attackiert.

  • 15:35 Uhr

    Tusk: In der Ukraine "gibt es fast überall keinen Strom mehr"

    Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat nach dem EU-Gipfel in Brüssel vor einer Eskalation im Ukraine-Konflikt gewarnt. Zugleich forderte er weitere Unterstützung für Kiew, insbesondere bei der Energieversorgung im bevorstehenden Winter.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 15:06 Uhr

    Selenskij kritisiert Trump wegen Aussetzung von US-Sanktionen

    Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij hat die Aussetzung der neuen US-Sanktionen gegen Russland durch US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Eine Lockerung des Drucks auf Russland und finanzielle Belohnungen ermutigten den russischen Präsidenten Wladimir Putin nur, weiter zuzuschlagen, teilte Selenskij in einem Beitrag auf der Plattform X mit. Er beklagte dabei, dass sich Trump zu diesem Schritt einen Tag, nachdem das russische Militär einen der massivsten Schläge gegen die ukrainische Energieinfrastruktur ausgeführt hatte, entschlossen habe.

    "Russland versucht, in der Ukraine kurz vor dem Winter einen Blackout herbeizuführen."

    Auch die Energieversorgung in der Hauptstadt Kiew, in der Großstadt Charkow und in anderen Städten und Gebieten sei von Ausfällen betroffen. Es brauche Druck, um dies zu stoppen, sagte der ukrainische Präsident und forderte Trump auf, die Sanktionen wirksam durchzusetzen.

  • 14:33 Uhr

    Deutscher Automobilzulieferer in Ukraine geht wegen Schäden außer Betrieb

    Ein ukrainischer Standort des deutschen Unternehmens Kromberg & Schubert hat seinen Betrieb eingestellt. Infolge einer russischen Attacke auf die Stadt Luzk im Nordwesten der Ukraine kam auch das Werk des Herstellers von Spezialkabeln und Bordnetzsystemen für die Automobilindustrie zu Schaden. Die Firma teilte dies in einem Eintrag auf der Plattform Facebook mit. Sie dankte dabei dem ukrainischen Katastrophenschutz für sein schnelles Eingreifen und betonte:

    "Unsere oberste Priorität sind die Sicherheit, das Leben und die Gesundheit jedes einzelnen Mitarbeiters."

    Wann genau das Werk wieder in Betrieb gehen könnte, wurde nicht mitgeteilt.

    Laut ukrainischen Medien hatte sich am Freitag in der Stadt Luzk ein Blackout ereignet, als Russland dort Ziele angegriffen hatte. In einigen Teilen der Stadt fiel auch die Wasserversorgung aus.

    Erst Anfang August war ein anderer ukrainischer Standort des Automobilzulieferers in der Stadt Schitomir bei einem russischen Angriff auf die Stadt schwer beschädigt worden. Die Produktion wurde auf unbestimmte Zeit eingestellt. Verletzt wurde bei dem Angriff niemand.

    Kromberg & Schubert beliefert große Automobilhersteller wie Audi, BMW, Porsche und Mercedes-Benz mit Karosserie-, Motor-, Cockpit- und Türverkabelungen bis zu Batterieleitungen und Kommunikationskabelsätzen. Zudem integriert das Unternehmen verschiedene Komponenten zu leistungsstarken Gesamtsystemen.

  • 14:09 Uhr

    Ukrainische Grenzschützer verfolgen Kriegsdienstverweigerer und werden selbst in Moldawien festgenommen

    Der moldawische Grenzschutz bestätigt am Samstag die Festnahme zweier ukrainischer Grenzsoldaten. Laut einer entsprechenden Pressemitteilung ereignete sich der Vorfall noch am 15. Oktober. Demnach hätten zwei ukrainische Kollegen in einem Motorboot die Staatsgrenze in der Nähe des Dorfes Holosnita verletzt, während sie versuchten, einen ukrainischen Staatsbürger festzunehmen. Nach der Verhaftung seien die ukrainischen Grenzschützer nach Cosăuți befördert und an die örtliche Staatsanwaltschaft ausgeliefert worden, die gegen die Ukrainer ein Strafverfahren wegen illegalen Grenzübertritts eingeleitet habe.

    Über das weitere Schicksal des mutmaßlichen Kriegsdienstverweigerers, der sich aus der Ukraine über den Fluss ins benachbarte Land absetzen wollte, gab es keine Informationen.

    Zuvor war in den sozialen Medien ein Video des Vorfalls aufgetaucht. Augenzeugen zufolge sollen die beiden ukrainischen Grenzsoldaten ihren Landsmann absichtlich mit dem Boot gerammt haben, um ihn zu ertränken. Daraufhin alarmierten sie den moldawischen Grenzschutz.

  • 13:34 Uhr

    Ukrainische Drohne stürzt auf Mehrfamilienhaus im Gebiet Brjansk herab – zwei Verletzte

    Gouverneur Jegor Kowaltschuk meldet Opfer und Schäden infolge der jüngsten Attacken aus der Ukraine auf das russische Grenzgebiet Kursk. Der Politiker teilt auf der Plattform Telegram mit, dass in den vergangenen 24 Stunden über der Region 147 unbemannte Luftfahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte abgefangen worden seien. Eine Drohne sei dabei auf das Dach eines fünfgeschossigen Hauses im Bezirk Fokinski in Brjansk herabgestürzt. Die Bewohner seien evakuiert worden. Zwei Zivilisten hätten leichte Splitterverletzungen erlitten. Im Bezirk Sowetski seien zwei zivile Autos zu Schaden gekommen.

    Kowaltschuk berichtet zudem über einen Drohnenangriff auf einen fahrenden Lkw. Die Attacke habe sich demnach nahe der Siedlung Kataschin ereignet. Der Fahrer sei mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden.

  • 13:02 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Acht weitere Ortschaften befreit

    Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Samstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord die Eliminierung der im Nordosten des Gebiets Charkow eingekesselten gegnerischen Truppen beendet. Das russische Militär durchkämme momentan das Gelände, um mögliche vereinzelte ukrainische Gruppierungen zu eliminieren. Darüber hinaus seien ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Sosnowka, Makarowo, Weliki Burluk und Swetlitschnoje im Gebiet Charkow sowie Bondarewschtschina und Choten im Gebiet Sumy getroffen worden. Der Gegner habe insgesamt mehr als 160 Armeeangehörige verloren. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, fünf Autos und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband West habe seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er die Ortschaften Palamarewka und Kowaljowka im Gebiet Charkow unter seine Kontrolle gebracht habe. Zudem seien Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaften Andrejewka im Gebiet Charkow sowie Losowoje, Karpowka und Rubzy in der DVR getroffen worden. Dabei seien bis zu 230 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 16 Autos, zwei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung zerstört.

    Der Truppenverband Süd habe die Ortschaft Alexejewo-Druschkowka in der DVR unter seine Kontrolle gebracht und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Kramatorsk, Krasny Molotschar, Semjonowka und Slawjansk in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 145 Kämpfer. Der Gegner habe außerdem einen Schützenpanzer, 26 Autos, eine Selbstfahrlafette und eine Anlage der elektronischen Kampfführung verloren.

    Der Truppenverband Mitte habe die Ortschaften Dobropolje, Perwomaiskoje und Sergejewka in der DVR unter seine Kontrolle gebracht und zugleich Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Malotaranowka, Starowarwarowka und Beloserskoje in der DVR sowie Nowopawlowka und Tschugujewo im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Der Gegner habe mehr als 345 Armeeangehörige verloren. Ein Schützenpanzer, vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sieben Autos, ein Geschütz und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung seien zerstört worden.

    Auch der Truppenverband Ost habe seinen Vormarsch fortgesetzt und die Ortschaft Welikomichailowka im Gebiet Dnjepropetrowsk unter seine Kontrolle gebracht. Darüber hinaus seien ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Wolnjanka, Terssjanka und Jasnaja Poljana im Gebiet Saporoschje sowie Malomichailowka und Kolomijzy im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen worden. Die Militärbehörde in Moskau schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 135 Kämpfer. Drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, fünf Autos und ein Geschütz seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Dnjepr habe die Ortschaft Malokaterinowka im Gebiet Saporoschje unter seine Kontrolle gebracht und außerdem gegnerische Einheiten im Raum der Ortschaften Orechow und Balabino im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 25 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und sieben Autos zerstört.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf militärisch relevante Verkehrsobjekte, Drohnenlager sowie 142 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe innerhalb von 24 Stunden eine HIMARS-Rakete und 654 Drohnen abgefangen. Die russische Schwarzmeer-Flotte habe ein unbemanntes Wasserfahrzeug der ukrainischen Marine zerstört.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 263.889 Drohnen, 672 Flugabwehrraketenkomplexe, 31.269 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.790 Mehrfachraketenwerfer sowie 36.745 Geschütze und Mörser verloren.

  • 12:40 Uhr

    Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 20 Geschosse aus Ukraine abgefeuert

    Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 16. Oktober elf Geschosse auf vier Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:

    • Gornostajewka — 3,
    • Malaja Kachowka — 2,
    • Nowaja Kachowka — 4,
    • Tschulakowka — 2.

    Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Donnerstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Kasatschji Lageri, Kachowka und Ljubimowka seien insgesamt 13 Geschosse abgefeuert worden.

    Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.

  • 12:05 Uhr

    Sondervertreter Dmitrijew lobt Aussetzung von US-Zöllen gegen Russland

    Russland hat positiv auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump reagiert, die im Lindsey-Graham-Sanktionsgesetz vorgesehenen Beschränkungen und Zölle gegen das eurasische Land bis auf Weiteres auf Eis zu legen. Der Sondervertreter des russischen Präsidenten für Investitionen und Wirtschaftszusammenarbeit mit dem Ausland, Kirill Dmitrijew, nannte auf der Plattform X den Beschluss des Republikaners einen "wichtigen und wahrhaft historischen Moment". Somit würden der wirtschaftliche Dialog zwischen Moskau und Washington und die Friedensbemühungen der beiden Länder fortgesetzt. Anstelle von Sanktionen und Konfrontation gebe es nun "eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit und gemeinsame Verantwortung für die globale Stabilität". Dmitriew zeigte sich dabei zuversichtlich:

    "Die Feinde der globalen Sicherheit, Kooperation und Prosperität werden darüber nicht glücklich sein."

    Dem Chef des Russischen Fonds für Direkte Investitionen (RDIF) zufolge hätten die geplanten Sanktionen die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Russland und den USA vollständig zum Erliegen bringen und vor allem der US-Wirtschaft sowie den globalen Märkten schweren Schaden zufügen können.

    In einem anderen Eintrag auf X erklärte der hochrangige russische Beamte, dass der Ukraine-Konflikt auf die Korruption der Regierung des demokratischen US-Präsidenten Joe Biden zurückzuführen sei.

  • 11:38 Uhr

    Schäden durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 16. Oktober bis 8 Uhr MESZ am 17. Oktober 167 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Außerdem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 79 Mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe darüber hinaus 13 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.

    Chinschtein meldet weder Todesopfer noch Verletzte unter der Zivilbevölkerung, berichtet aber über Schäden in den Ortschaften Wyssokonskije Dwory, Wischnewo und Beliza. Dort seien insgesamt ein Verwaltungsgebäude, ein Wohnhaus und zwei Autos beschädigt worden.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.