Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Drei weitere Ortschaften befreit

29.08.2026 17:48 Uhr
17:48 Uhr
Wegen Angriffen im Schwarzen Meer: Ukrainischer Botschafter in Ankara einbestellt
Das türkische Außenministerium hat den ukrainischen Botschafter in Ankara einbestellt. Laut der Nachrichtenagentur IHA besteht der Grund dafür in den Angriffen auf zwei türkische Schiffe im Schwarzen Meer.
Der Botschafter sei über die Reaktion der Türkei auf diese Angriffe informiert und darauf hingewiesen worden, dass die Sicherheit von Menschen, Eigentum, Schifffahrt und Umwelt im Schwarzen Meer gewährleistet werden soll.
Ukrainische Drohnen hatten die Schiffe am 26. und 27. August im Hafen von Tuapse attackiert. Nach Angaben der türkischen Seite wurden fünf Besatzungsmitglieder verletzt.
17:04 Uhr
Präsidentenberater in Kiew räumt Mangel an Abfangdrohnen ein
Ukrainische Hersteller haben es bislang noch nicht geschafft, Düsendrohnen zur Bekämpfung russischer unbemannter Flugzeuge zu entwickeln. Dies erklärt Sergei Beskrestnow, Technologieberater des ukrainischen Präsidenten, in einem Interview mit Radio NV.
Ihm zufolge warte Kiew seit dem Winter auf die Drohnen dieses Typs. Damals bei einem Treffen sollen viele Hersteller angekündigt haben, dass diese Drohnen bald verfügbar wären, während die Lieferfristen auf wenige Wochen geschätzt würden. Leider habe sich die Herausforderung schwieriger als erwartet erwiesen.
16:28 Uhr
Budapest unter Druck: Neue Russland-Rhetorik sorgt für Spekulationen

Ungarns neue Regierung bezeichnet Russland in Richtlinien für die UN-Vollversammlung als Bedrohung und bekennt sich zur territorialen Integrität der Ukraine. Westliche Medien werten dies als möglichen Kurswechsel Budapests.
Im Gespräch mit RT DE relativiert der Journalist Jan Mainka diese Einschätzung jedoch: An den entscheidenden Fragen – etwa der Energieversorgung, den Beziehungen zu Russland und der Ablehnung eigener Truppen in der Ukraine – habe sich wenig geändert. Der schärfere Ton gegenüber Moskau sei daher eher als Zugeständnis an Brüssel denn als grundlegende außenpolitische Wende zu verstehen.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
15:48 Uhr
Ein Toter und mehrere Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf Gebiet Saporoschje
Gouverneur Jewgeni Balizki meldet auf Telegram weitere ukrainische Attacken auf den von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje. Der Politiker wirft den ukrainischen Streitkräften vor, gezielt friedliche Ortschaften und zivile Objekte anzugreifen. In den vergangenen 24 Stunden habe der Gegner insbesondere die Siedlung Michailowka, das Verwaltungszentrum Melitopol, die Stadt Wassiljewka, den Bezirk Tokmak und die AKW-Stadt Energodar mit Drohnen attackiert.
Der Politiker meldet ein Todesopfer. In der Nähe sei ein Mensch getötet worden, als eine ukrainische Drohne einen zivilen Lkw nahe der Siedlung Konstantinowka angegriffen habe. Bei einer Drohnenattacke auf ein ziviles Auto seien in der Nähe der Ortschaft Tscherwonogorka zwei Zivilisten verletzt worden. Bei einer ähnlichen Attacke habe ein Einwohner der Siedlung Orljanskoje Verletzungen erlitten.
Darüber hinaus berichtet Balizki über eine Attacke auf einen Kiosk in der Stadt Wassiljewka. Dabei seien vier Menschen verletzt worden. Der Gouverneur teilt auf Telegram ein Video, auf dem zu sehen ist, wie das Geschäft lichterloh brennt.
15:06 Uhr
IAEA warnt vor geringen Dieselvorräten im AKW Saporoschje
Die Stromversorgung des Kernkraftwerks Saporoschje ist nach Angaben der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) weiter sehr prekär. Das AKW sei nun seit mehr als einer Woche ohne Strom von außen und auf Notfall-Dieselgeneratoren angewiesen, teilt die Atombehörde auf der Plattform X mit. Vorübergehend habe der Dieselvorrat nur noch für zehn Tage gereicht, bevor gestern und vorgestern mehrere Dutzend Tonnen Diesel von außerhalb des Geländes geliefert worden seien, heißt es. IAEA-Chef Rafael Grossi wird mit den Worten zitiert:
"Die aktuelle Situation verdeutlicht erneut, warum eine zuverlässige externe Stromversorgung und sichere Versorgungswege für die nukleare Sicherheit und Sicherung unerlässlich sind."
Die IAEA arbeite daran, eine Zone für einen örtlich begrenzten Waffenstillstand zu etablieren, um Reparaturen an einer wichtigen Stromleitung zu ermöglichen, heißt es.
The ZNPP has been without off-site power for more than a week and is currently relying on emergency diesel generators (EDGs) to provide the electricity needed for essential nuclear safety and security functions, IAEA Director General @rafaelmgrossi said today, underlining the… pic.twitter.com/JeyydjHMr8
— IAEA - International Atomic Energy Agency ⚛️ (@iaeaorg) August 29, 2026Ohne die Wiederherstellung der externen Stromversorgung oder zusätzliche Lieferung von Diesel in naher Zukunft könnte dem AKW im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje innerhalb von etwa zehn Tagen ein vollständiger Stromausfall drohen.
Das AKW Saporoschje ist mit sechs Reaktoren das größte Kernkraftwerk Europas. Seine Reaktoren sind zwar abgeschaltet, müssen aber weiterhin gekühlt werden.
14:35 Uhr
US-Außenministerium aktualisiert Reisehinweise für Ukraine: Gefahr von Unruhen
Das US-Außenministerium rät US-Staatsbürgern weiterhin dringend davon ab, die Ukraine zu besuchen. Obwohl die Gefahrenstufe für die Ukraine infolge des Krieges die vierthöchste beibehält, hat das State Department seine Reiseempfehlungen aktualisiert. Die diplomatische Behörde in Washington sieht nun auch ein Risiko von Bürgerunruhen im osteuropäischen Land:
"Es besteht eine politische, wirtschaftliche, religiöse und/oder ethnische Instabilität, die zu Gewalt, größeren Behinderungen und/oder Sicherheitsrisiken führen kann."
Gleichzeitig bleibt die US-Botschaft in Kiew weiterhin in Betrieb. Für US-Beamte gelten jedoch Reisebeschränkungen innerhalb der Ukraine.
US Department of State: DO NOT travel to Ukraine 🤔 pic.twitter.com/wCt9U6gZUI
— Non Sibi Sed Aliis (@corRUSpondent) August 29, 202614:08 Uhr
Ohne russisches Gas: Europa kämpft um Versorgungssicherheit

Europa startet mit vergleichsweise niedrigen Gasvorräten und wachsender Unsicherheit in den Winter. Nach dem weitgehenden Verzicht auf russische Energieträger verschärfen der Konflikt im Nahen Osten, die Lage an der Straße von Hormus und der globale Wettbewerb um Flüssiggas die Versorgungslage.
RT-Korrespondent Georg Sadownitschij sprach darüber mit der früheren österreichischen Außenministerin und Leiterin des Gorki-Zentrums, Dr. Karin Kneissl. Sie warnte, Europa habe sich in neue Abhängigkeiten von den USA, dem Nahen Osten und China begeben und zugleich einen erheblichen Teil seiner früheren Liefersicherheit verloren.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
13:36 Uhr
Ukrainischer Ex-Verteidigungsminister Fjodorow wird Berater der italienischen Regierung
Der frühere ukrainische Verteidigungsminister Michail Fjodorow wird Italien bei Fragen der militärischen Innovationen beraten. Fjodorows Büro zufolge wird er weiter in Kiew bleiben und von dort aus arbeiten. Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto hat nach einem Treffen mit seinem Ex-Kollegen in Rom mitgeteilt, Fjodorow habe sein bereits zuvor unterbreitetes Angebot angenommen, ihn als Berater im Militärbereich zu unterstützen. Die beiden Politiker hätten sich vor allem über Drohnen, unbemannte Systeme und Luftverteidigung unterhalten.
Fjodorow bedankte sich bei Crosetto auf der Plattform X. Er wolle Italien dabei unterstützen, "moderne Technologien der Kriegsführung zu übernehmen, seinen Verteidigungssektor zu stärken und sich an neue globale sicherheitspolitische Herausforderungen anzupassen". Die Ukraine verfüge über einzigartige Erfahrungen, die das Land mit seinen Verbündeten teilen wolle. Trotz des Beraterpostens stellte Fjodorow klar:
"Gleichzeitig bleibt mein Hauptfokus unverändert: Ich setze meine Arbeit in der Ukraine an zentralen Projekten fort, die unsere Verteidigung stärken und dazu beitragen, internationale Ressourcen zu gewinnen."
Kicked off an international working trip with our team, focused on advancing our new initiatives in digitalization and defense tech.
— Mykhailo Fedorov (@FedorovMykhailo) August 28, 2026
First stop — a meeting with Italian Minister of Defense @GuidoCrosetto.
I expressed my gratitude to Guido for his personal support and for the… pic.twitter.com/EeFqvd1srOFjodorow war im Juli nach gerade einmal sechs Monaten im Amt entlassen worden. In der Folge gingen tausende Menschen in der Ukraine auf die Straße und verlangten Fjodorows Wiedereinsetzung. Anfang August forderte Fjodorow dann Wahlen in der Ukraine, was das Verhältnis zu Wladimir Selenskij weiter eintrübte.
13:09 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Drei weitere Ortschaften befreit

VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM DER RUSSISCHEN FÖDERATION Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Samstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord die Ortschaft Chrapowschtschina im Gebiet Sumy unter seine Kontrolle gebracht und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Sadki, Wakalowschtschina, Ulanowo und Kijaniza im selben Gebiet sowie Sosnowy Bor, Bereschnoje, Podsredneje, Tokarewka und Slisnewo im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe mehr als 250 Armeeangehörige verloren. Zudem seien neun Autos und ein Geschütz außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Studenok im Gebiet Charkow sowie Swjatogorsk, Sidorowo, Tatjanowka, Krymki und Bogoroditschnoje in der DVR getroffen habe. Dabei seien mehr als 220 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus zwei Geschütze, ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug und 14 Autos zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position verbessert und dabei ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Wassiljewskaja Pustosch, Krasny Molotschar, Slawjansk, Kramatorsk, Nikolajewka, Druschkowka und Wyssokoiwanowka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 200 Kämpfer. Der Gegner habe zudem fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 24 Autos und zwei Geschütze verloren.
Der Truppenverband Mitte seinerseits habe die Ortschaften Rubeschnoje und Nowoandrejewka in der DVR befreit. Außerdem seien Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaften Nowopawlowka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Beloserskoje, Wessjoloje Pole, Sergejewka, Dobropolje, Nowogrigorowka, Solotoi Kolodes und Swjatogorowka in der DVR getroffen worden. Der Gegner habe bis zu 395 Armeeangehörige verloren. Ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug und sieben Autos seien zerstört worden.
Der Truppenverband Ost habe seinen Vormarsch fortgesetzt und zuletzt ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Wolnjanka, Nikolskoje, Obschtscheje, Rosowka, Wassilewskoje und Sorewka im Gebiet Saporoschje sowie Iwanowka und Wassilkowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Die russische Militärbehörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 310 Kämpfer. Sechs Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Preobraschenka und Orechow im Gebiet Saporoschje sowie Antonowka im Gebiet Cherson getroffen. Dabei seien bis zu 50 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 13 Autos und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf militärisch relevante Energieanlagen, Logistikzentren, Drohnenwerke und 147 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den vergangenen 24 Stunden fünf Lenkbomben, zwei HIMARS-Raketen, acht Flamingo-Marschflugkörper und 715 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 222.352 Drohnen, 670 Flugabwehrraketenkomplexe, 30.748 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.775 Mehrfachraketenwerfer sowie 36.304 Geschütze und Mörser verloren.
12:39 Uhr
Mehrere Opfer bei ukrainischen Angriffen auf 51 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 51 Ortschaften in neun Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 20 Geschosse abgefeuert und 211 Drohnen eingesetzt, von denen 125 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. Bei einem Drohnenangriff auf einen Betriebsbus seien zwei Männer ums Leben gekommen, sechs weitere Businsassen seien verletzt worden. Ein weiterer Mann habe bei der Attacke einer ukrainischen FPV-Drohne auf einen Betrieb in der Siedlung Wosnessenowka Verletzungen erlitten. Nahe der Ortschaft Neschegol sei ein Mann zu Schaden gekommen, als eine ukrainische Drohne sein Auto attackiert habe. In der Stadt Schebekino seien vier Einwohner verletzt worden. Bei der Detonation eines Sprengsatzes in der Siedlung Krasnaja Jaruga hätten zwei Kinder im Alter von neun und elf Jahren schwere Verletzungen erlitten. Im Krankenhaus sei ein Mann gestorben, der noch am 14. August bei der Attacke einer Drohne auf sein Auto in der Nähe der Siedlung Semeiny schwere Verletzungen erlitten habe.
Der Krisenstab meldet darüber hinaus viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden 17 Einfamilienhäuser, drei soziale Einrichtungen, ein Betrieb, zwei Geschäfte, eine Garage, eine Gasleitung, zwei Stromleitungen, sechs Lkw, ein Bus, ein Minibus und 14 Autos zerstört oder beschädigt worden.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


