Deutschland

Özdemir mischt bei Landtagswahlen im Osten mit: "Magdeburg darf nicht Vorort von Moskau werden"

Cem Özdemir sieht eine Zäsur auf Sachsen-Anhalt zukommen, sollte die AfD den Ministerpräsidenten stellen. Der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg warnt für diesen Fall vor einem stärkeren Einfluss Russlands. Er spricht dazu in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.
Özdemir mischt bei Landtagswahlen im Osten mit: "Magdeburg darf nicht Vorort von Moskau werden"Quelle: Gettyimages.ru © Bernd Weißbrod/picture alliance

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir hat vor einem stärkeren Einfluss Russlands gewarnt, sollte die AfD künftig in Sachsen-Anhalt regieren. Gegenüber dem Tagesspiegel sagte er: "Ich möchte, dass Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt bleibt und Magdeburg nicht ein Vorort von Moskau wird". Weiter teilte er mit: "Wer Deutschland liebt, macht es nicht abhängig von Putin oder irgendeinem anderen autoritären Herrscher."

Bei der Wahl am 6. September stehe viel auf dem Spiel. Sollte die AfD künftig in Magdeburg den Ministerpräsidenten stellen, sei das eine Zäsur für das ganze Land, betonte Özdemir und ergänzte: "Ich sehe es als meine Pflicht, dafür zu kämpfen, dass es dazu nicht kommt."

Özdemir plant in den kommenden Tagen mehrere Auftritte in Ostdeutschland, um seine Parteikollegen dort im Wahlkampf zu unterstützen – etwa in Wernigerode und Halle. Auch in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt will er sprechen.

Die AfD liegt in Umfragen zur Landtagswahl deutlich vor der CDU. Falls die SPD, das Bündnis 90/Die Grünen oder das BSW nicht in den Landtag einziehen, wird es wahrscheinlicher, dass die AfD bei der Landtagswahl eine absolute Mehrheit im Parlament erringt. Özdemirs Partei gilt in Sachsen-Anhalt exklusiv als "West-Partei" – und liegt derzeit bei fünf bis sechs Prozent.

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