Kim-Il-sung-Universität eröffnet Vertretung in Russland: Koreanischkurse und Studentenaustausch

Das Verhältnis zwischen Russland und der DVRK erlebt einen stürmischen Aufschwung. Von den bilateralen Kontakten profitieren nicht nur solche Bereiche wie Handel, Tourismus und Militär, sondern auch Hochschulen. In Sibirien gibt es bald einen neuen Treffpunkt der Kulturen.

Es ist ein Meilenstein für den akademischen Austausch zwischen der Russischen Föderation und der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK): Die Kim-Il-sung-Universität eröffnet demnächst ihre erste Vertretung in Russland. Das Büro der führenden Universität des asiatischen Landes wird sich im Campus der Nowosibirsker Staatlichen Universität (NGU) befinden. Die beiden Bildungseinrichtungen haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, als eine Delegation der NGU mit ihrem Rektor Dmitri Pyschny an der Spitze in der DVRK-Hauptstadt Pjöngjang zu Besuch war.

Wie aus der Pressemitteilung der NGU hervorgeht, soll die Vertretung der DVRK-Uni bis Ende dieses Jahres uneingeschränkt funktionsfähig sein. Im kommenden Jahr werden dann Austauschprogramme für Studierende und Praktika für angehende Wissenschaftler anfangen. Spätestens im November dieses Jahres werden in der Hochschule der sibirischen Millionenmetropole Lehrkräfte aus der Kim-Il-sung-Universität erwartet, die russischen Studierenden Koreanisch unterrichten werden. In der Pressemitteilung heißt es weiter:

"Geplant sind außerdem koreanische Sprachkurse. Im Rahmen des Koreanischen Zentrums der NGU werden alle Interessenten die Möglichkeit bekommen, die Geschichte, die Kultur und die Bräuche der DVRK kennenzulernen." 

Die Hauptaufgabe der ersten Vertretung der Kim-Il-sung-Universität in Russland ist es, die Wissenschafts- und Bildungskooperation mit der NGU und den Instituten der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften in die Wege zu leiten. Als Kernbereiche für Austauschprogramme und gemeinsame Projekte gelten Chemie, Physik, Mathematik, Informatik und Materialwissenschaft.

Die engen Kontakte zwischen den beiden Bildungsstätten gehen ins Jahr 2025 zurück, als eine Delegation der Kim-Il-sung-Universität die NGU besucht hat. Die Seiten verständigten sich damals darauf, ihre akademischen Kontakte anzuregen. Im vergangenen Herbst organisierte die NGU eine Reihe von Vorlesungen über die Chuch’e‑Ideologie. Daran beteiligten sich mehr als 600 Studierende und Lehrkräfte aus 15 russischen Hochschulen.

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