Von Andrei Restschikow
Am Donnerstag hielt der russische Präsident Wladimir Putin eine Rede bei der Plenarsitzung der 23. Jahrestagung des Internationalen Diskussionsclubs "Waldai" im Nationalzentrum "Russland". Das Thema der diesjährigen Tagung lautet:
"Verantwortung für die Zukunft: Grenzen des Möglichen oder unbegrenzte Möglichkeiten?"
Putin begann seine Rede jedoch mit den Herausforderungen der Gegenwart: Bevor man sich auf eine gerechte und effektive Weltordnung einigen könne, müsse man den globalen Frieden und die Sicherheit bewahren. Er erklärte:
"Die Verantwortung für unsere gemeinsame Zukunft ist keineswegs ein abstraktes Schlagwort. Es handelt sich um eine Reihe praktischer Maßnahmen, deren Ziel es ist, zu verhindern, dass die Menschheit an den Rand des Überlebens gerät, und unumkehrbares Unheil abzuwenden."
Seiner Einschätzung nach stehe die Welt an einem Wendepunkt ihrer Entwicklung, und das betreffe nicht nur die Politik. Technologien, die soziale Struktur, das Klima, die Medizin, das Militärwesen, die Energiewirtschaft, die Demografie und die Modelle der wirtschaftlichen Entwicklung würden sich im Wandel befinden. Putin betonte:
"Dies ist der Beginn einer völlig neuen, absolut neuen Realität. Bedrohungen und Gefahren sind eng mit Chancen und Perspektiven verflochten und dabei untrennbar miteinander verbunden. Unser gesamtes Leben verändert sich."
Die Veränderungen zeigen sich nicht nur in der Neuverteilung des wirtschaftlichen und technologischen Einflusses, sondern betreffen auch die grundlegenden Aspekte des Menschen. Der Präsident stellte fest:
"Die Veränderungen betreffen die biologische und moralisch-ethische Natur des Menschen, sein Wesen, die Art unserer Existenz und die Grundlagen unserer Weltanschauung.
Technologien eröffnen im wahrsten Sinne des Wortes fantastische Perspektiven für die Verlängerung und Verbesserung der Lebensqualität. Aber sie heben auch leider die Gefahr einer weltweiten Zerstörung auf eine neue Ebene infolge militärischer Konflikte, einer raschen Verschlechterung der Umwelt oder des Kontrollverlusts über außer Kontrolle geratene technologische Prozesse."
Die Menschheit spüre die stattfindenden Veränderungen, habe aber das Ausmaß der Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert ist, noch nicht erkannt. Dennoch lösten die aktuellen Veränderungen eine erhöhte Nervosität bei den Menschen aus, die mit der Ungewissheit darüber zusammenhänge, wie die Zukunft aussehen wird.
Der Weg zu einer multipolaren Weltordnung
Welches Szenario sich in den kommenden Jahren auch immer weltweit verwirklichen mag – eine Fortsetzung internationaler Konflikte sei leider sehr wahrscheinlich, gestand Putin ein. Den Grund dafür sieht der russische Staatschef darin, dass die derzeitigen tiefgreifenden Umwälzungen und die damit verbundenen Chancen Ambitionen wecken und die Bereitschaft fördern, für einen vermeintlich großen Gewinn Risiken einzugehen. Der Präsident betonte:
"Wir sind jedoch zuversichtlich, dass sich die weltpolitische Lage aus strategischer Perspektive mit dem Rückzug der westlichen Hegemonie allmählich zum Besseren wandeln wird – hin zu einer stabileren, demokratischeren und freieren multipolaren Weltordnung."
Dieser Übergang erfordere gegenseitige Kompromisse, Entgegenkommen und eine nüchterne Einschätzung der Lage. Der Westen werde die neuen Realitäten anerkennen und die grundlegenden Interessen der Länder der weltweiten Mehrheit berücksichtigen müssen, so Putin.
Als Hauptaufgabe der Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bezeichnete er die Minimierung von Risiken. Der Staatschef fügte hinzu:
"Die Verantwortung besteht auch darin, den Menschen zu helfen, sich dieser Risiken bewusst zu werden und darauf vorbereitet zu sein, damit der Einzelne und die Familie nicht allein mit Problemen im Bereich der Sicherheit, auf dem sich wandelnden Arbeitsmarkt, im digitalen Raum und so weiter zurückbleiben.
Wir werden in einer äußerst instabilen, sich ständig verändernden Welt leben müssen. Der Weg zu einem neuen System wird voller unerwarteter Wendungen und Ereignisse sein – leider oft unangenehmer und sogar gefährlicher Art."
Vor dem Hintergrund der rasanten Veränderungen in der Welt "müssen wir uns bewusst machen, dass der Moment, in dem sich nichts mehr ändern lässt, sehr schnell und für alle unerwartet eintreten kann." Denn die Logik eskalierender gegenseitiger harter Reaktionen "führt zu einer fatalen Unumkehrbarkeit", sagte Putin. Er hob zudem hervor:
"Je kompromissloser die Gegenmaßnahmen sind, je offener das Ziel einer 'strategischen Niederlage' des Gegners verkündet wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Konflikt in seine grausamste Phase übergeht."
Wo und wie man sich einigen sollte
Als eines der Probleme der gegenwärtigen Phase der internationalen Beziehungen bezeichnete Putin die unzureichende Wirksamkeit der Mechanismen zur Abstimmung zwischenstaatlicher Interessen. Er betonte:
"Sagen wir es ganz offen: Einige internationale Organisationen verringern derzeit oft nicht die Risiken, sondern verursachen und provozieren sie mitunter sogar, indem sie den Interessen eines einzelnen Landes oder einer Gruppe von Ländern dienen. Dabei wurden sie doch nicht zu diesem Zweck gegründet."
In seiner Rede ging der Präsident speziell auf die Arbeit der Vereinten Nationen (UNO) ein. Er erkannte zwar deren zentrale koordinierende Rolle an, erklärte jedoch, dass die Organisation weniger kollegial und demokratisch geführt werde, als ursprünglich vorgesehen. Putin merkte an:
"Ein unverhältnismäßig großer Einfluss geht von einer begrenzten Gruppe westlicher Länder aus, die, obwohl sie eindeutig eine weltweite Minderheit darstellen, bestrebt sind, sich Führungsfunktionen anzueignen."
Russland unterstütze eine gerechte Reform der Organisation, doch die Umgestaltungen erforderten einen internen Konsens, dessen Erreichung derzeit schwierig sei. Der Staatschef erklärte:
"Ich wiederhole: Wir setzen uns konsequent dafür ein, dass die Struktur der UNO die gesamte Vielfalt der Welt widerspiegelt und dass die Länder Asiens, Afrikas, Lateinamerikas und des Nahen Ostens eine wesentlich bedeutendere Rolle in der Organisation spielen."
Die Reform müsse nicht nur die Erweiterung des Sicherheitsrates und die geografische Vertretung umfassen, sondern auch den Inhalt der Arbeit der Organisation, einschließlich neuer Fragen, die sich aus der technologischen Entwicklung ergeben.
Putin erinnerte daran, dass die Großmächte in der Vergangenheit nicht nur stets miteinander konkurriert, sondern auch zusammengearbeitet hätten, indem sie Beziehungssysteme untereinander und mit kleineren Staaten geschaffen und sich um die Wahrung der Stabilität bemüht hätten. Er fügte hinzu:
"Vor dem Hintergrund der Krise der Institutionen und der Aushöhlung des Völkerrechts lastet derzeit eine enorme Verantwortung auf den Großmächten, die ihren enormen Möglichkeiten entspricht."
Die zunehmenden internationalen Spannungen hätten die Lösung globaler Probleme, die die gesamte Menschheit betreffen – wie Klima, Umwelt, Armut und Ungleichheit –, in den Hintergrund gedrängt, stellte Putin fest. Unter diesen Umständen schlug er vor, diese Themen auf regionaler Ebene anzugehen, "zumal dies den Menschen näher und verständlicher ist." Für Russland sei Eurasien ein solcher Raum der regionalen Ebene. Der Präsident hob hervor:
"Unser Zuhause im weiteren Sinne ist Eurasien, ein riesiges Gebiet, das Zentrum und Schauplatz der meisten wichtigen Prozesse, die sich weltweit abspielen. Vieles auf der gesamten großen internationalen Bühne hängt davon ab, wie es uns gelingt, Eurasien zu gestalten."
Die Große Eurasische Partnerschaft, so sagte er, gewinne vor dem Hintergrund der Bedrohungen für Produktionsketten, Handel, Verkehr und Kommunikation besondere Bedeutung. Der Staatschef betonte:
"Eurasien kann zum Vorbild für die internationale Zusammenarbeit unter den Bedingungen einer Vielfalt an Kulturen, Ansätzen und Interessen werden, wenn Unterschiede kein Hindernis, sondern ein Vorteil für den Aufbau einer nachhaltigen, ausgewogenen Partnerschaft sind."
Der Faktor des Zerfalls der Sowjetunion
Bei der Erläuterung der Faktoren, die zu der aktuellen Weltlage geführt haben, wies Putin auf den Einfluss des Zerfalls der Sowjetunion hin. Er stellte fest:
"Sowohl bei uns in Russland als auch in den Nachbarländern hat all dies zu einem grundlegenden Wandel geführt, ebenso wie in den weltpolitischen Angelegenheiten.
Was heute in der Welt geschieht, die aktuellen Konflikte und Umwälzungen – sind zu einem großen Teil das Ergebnis der Unwilligkeit, der Unvorbereitetheit oder der Unfähigkeit der Politiker des späten 20. Jahrhunderts, sowohl im Osten als auch im Westen, sich ernsthaft und tiefgreifend auf eine Ära grandioser Veränderungen einzulassen."
In der Folge hätten sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Westen Kräfte durchgesetzt, die kein Interesse an einer gesamteuropäischen Zusammenarbeit hatten. Putin erklärte:
"Sie taten alles, um die Russische Föderation tatsächlich zu isolieren und endgültig zu zerschlagen, wobei sie sie trotz aller innenpolitischen Veränderungen, die sich in Russland vollzogen hatten, (...) es als Schlüsselelement des historischen Russischen Reiches betrachteten."
All dies habe zu der derzeitigen gefährlichen Lage in Europa und der Welt geführt.
Der Konflikt in der Ukraine und die Bedingungen für seine Lösung
Separat legte Putin in seiner Rede den russischen Standpunkt zu den Ursachen des Konflikts in der Ukraine dar. Er betonte:
"Die Wahrheit ist, dass nicht wir den Krieg wollten und nicht wir ihn begonnen haben, sondern dass man den Krieg gegen uns begonnen hat."
Der Präsident erinnerte daran, dass westliche Länder Nationalismus und Russophobie in der Ukraine gefördert und das Land zu einem Instrument im Kampf gegen Russland gemacht hätten. Er erklärte:
"Die NATO hätte nicht im Interesse der Organisation selbst mit der militärischen Erschließung unserer historischen Gebiete beginnen und dort eigene Stützpunkte planen dürfen. Man hätte die Radikalen in Kiew nicht zu einem Staatsstreich anstacheln und das auf diese Weise entstandene, im Grunde illegale Regime anschließend nicht mit den unterschiedlichsten Angriffswaffen ausrüsten dürfen. Man hätte keine Pläne zur Einrichtung von Konzentrationslagern für die Einwohner des Donbass und der Krim schmieden dürfen. Man hätte keine Panzer einsetzen, keine Raketen abfeuern, keine unbewaffneten Menschen aus Flugzeugen beschießen und sie bei lebendigem Leib verbrennen dürfen, nur weil sie russischer Nationalität und im Geiste Russen sind.
Ich bin überzeugt, dass Russland bewusst in eine Situation gebracht wurde, in der es – als Reaktion auf diese offensichtliche Aggression – einfach gezwungen war, sich mit Waffen in der Hand zu verteidigen. Man hat uns bewusst an diese Grenze getrieben."
Putin unterstrich, dass es bei der Beilegung dieses Konflikts nicht nur um Gebiete gehen dürfe; Russland brauche Sicherheitsgarantien auf lange Sicht. Der Präsident führte weiter aus:
"Man sagt uns: 'Was wollt ihr denn noch, ihr seid doch ohnehin am Gewinnen, das reicht.'
Es geht nicht um dieses Stück Land, es geht um die Menschen. Es geht darum, dass wir nicht die Voraussetzungen für einen Waffenstillstand, sondern für einen dauerhaften Frieden schaffen müssen, aus einer langfristigen historischen Perspektive heraus.
Wenn die andere Seite zusammen mit ihren westlichen Geldgebern, deren Geld sie ständig veruntreut – was mittlerweile allen bekannt ist, die aber dennoch damit einverstanden sind, um die Ukraine dazu zu zwingen, gegen uns zu kämpfen, – wenn sie den Bedingungen zustimmen, die auch für Russland akzeptabel sind, dann ist es besser, diese schweren Ereignisse zu beenden, weitere Verluste auf beiden Seiten zu vermeiden und zu Vereinbarungen zu gelangen, sowohl im humanitären Bereich, der die russische Sprache betrifft, als auch in anderen Fragen."
Die Gefahren der Künstlichen Intelligenz für die Menschheit
Eines der zentralen Themen der Rede des russischen Staatschefs war die Künstliche Intelligenz (KI). Putin warf die Frage nach deren Auswirkungen auf die intellektuellen Fähigkeiten der Menschheit, das kulturelle Erbe und die moralische Entwicklung auf.
Der Einsatz von Algorithmen, die von jemandem so programmiert wurden, um "alle auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen", könne seiner Meinung nach zu einer Katastrophe für die Menschheit führen:
"Ein solcher digitaler Totalitarismus wäre ebenso ausweglos, düster und unmenschlich wie die uns bekannten Beispiele totalitärer Gesellschaften der Vergangenheit."
Deshalb forderte der Präsident alle Länder auf, sowohl im Bereich der Digitalisierung als auch in der Biotechnologie gemeinsam zu handeln:
"Es ist notwendig, die Kräfte der Länder und Gemeinschaften zu bündeln, um gemeinsam für alle akzeptable Lösungen für diese äußerst heiklen, entscheidenden und wahrhaft existenziellen Fragen des Daseins zu finden."
Gesondert ging der Präsident auf Fragen des militärischen Einsatzes von KI ein und hob die Besonderheiten moderner militärischer Konflikte hervor: die zunehmende Brutalität und die Verdrängung des Menschen durch autonome Systeme, auch bei der Entscheidungsfindung. Putin warnte:
"Die Automatisierung und Digitalisierung des Krieges führt zu einer Entmenschlichung der Wahrnehmung, dazu, dass Blutvergießen und der Tod von Menschen zu einer Art Computerspiel, zu einer mechanistischen Routine werden."
Der Präsident räumte ein, dass bewaffnete Konflikte wahrscheinlich weiterhin Teil des menschlichen Daseins bleiben werden. Er betonte:
"Der Militärdienst ist der Beruf von Menschen, die die Interessen ihrer Länder verteidigen, doch Professionalität im militärischen Bereich bedeutet auch die Einhaltung humanitärer Normen."
Daher sei eine internationale Zusammenarbeit zur Wahrung humanitärer Grundsätze notwendig. Der russische Staatschef erklärte:
"Es bedarf einer unvoreingenommenen, professionellen internationalen Diskussion über die moderne Art der Kriegsführung – darüber, wie man humanitäre Rahmenbedingungen wahren und die grausamsten Ausprägungen bewaffneter Konflikte, die mit der Zunahme zerstörerischer Möglichkeiten einhergehen, einschränken kann."
Er erklärte außerdem, dass sich das russische Militär an diese Normen gehalten und niemals als Erstes Objekte angegriffen habe, die nicht direkt zur militärischen Infrastruktur des Gegners gehörten.
Der Übergang zu einem nachhaltigen Frieden
Russlands Präsident bezeichnete die Gestaltung einer neuen Weltordnung als unvermeidlich:
"Das bedeutet aber natürlich nicht, dass wir untätig abwarten sollten, wie es weitergeht. Um in die Phase des Aufbaus zu gelangen – und diese wird, wie ich bereits sagte, früher oder später sicherlich eintreten –, müssen wir die derzeitige gefährliche Phase überstehen und verhindern, dass die verheerendsten Bedrohungen Realität werden."
Putin merkte an, dass man in Russland sehr gut wisse, wie schwierig es sei, die Folgen historischer Umwälzungen zu bewältigen. Der Staatschef hob hervor:
"Oft mussten wir nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum vorgehen und spontan auf auftretende Situationen reagieren.
Aber wir vergessen nie, dass eine Nation eine Perspektive braucht, dass es wichtig ist, die Richtung des Weges in die Zukunft zu verstehen. Ohne Vergangenheit gibt es natürlich keine Zukunft. Das Erbe unserer Vorfahren, die ein großes, einzigartiges Land aufgebaut haben, muss bewahrt und gestärkt werden. Ohne historisches Fundament und ohne Respekt vor den Traditionen kann keine Gesellschaft bestehen. Aber das Gegenteil trifft ebenfalls zu: Ohne Zukunft verliert die Vergangenheit ihren Sinn.
So grandios die Errungenschaften unserer Vorfahren auch sein mögen, wir dürfen nicht zu einem Museum vergangener Größe werden. Die wahre Größe eines Staates ist ohne die Fähigkeit, mit der Zeit Schritt zu halten, unmöglich – im Idealfall muss er ihr sogar voraus sein."
Obwohl es in der Zukunft viele Unsicherheitsfaktoren gebe, brauchten die Menschen einen "Fahrplan", eine realistische Einschätzung der Risiken, Chancen und notwendigen Ziele. Putin betonte:
"Russland entwirft für sich selbst einen solchen Weg in die Zukunft und ist natürlich bereit, gemeinsam mit anderen Ländern und Völkern der Welt an dieser Arbeit mitzuwirken."
Zum Abschluss seiner Rede äußerte Putin die Hoffnung, dass das zweite Viertel des 21. Jahrhunderts eine Zeit der Vereinigung und des Aufbaus einer nachhaltigen Weltordnung werde. Er schloss seine Rede wie folgt:
"Man möchte gerne glauben, dass unsere Nachkommen aus den zukünftigen Geschichtsbüchern erfahren werden, dass das zweite Viertel des 21. Jahrhunderts zu einem Wendepunkt wurde, an dem die Menschheit, nachdem sie das Ausmaß der Veränderungen und der Herausforderungen für ihre Existenz erkannt hatte. Dass die Menscheit die Kraft in sich fand, Streitigkeiten, Ambitionen und Egoismus beiseite zu legen und sich zur Lösung gemeinsamer Probleme zusammenzuschließen sowie die technologische Revolution von einer Reihe von Bedrohungen in ein breites Spektrum an Möglichkeiten zuverwandeln. Dass sie begann, die Probleme der sozialen Ungleichheit und der ökologischen Zerstörung nicht nur in Worten, sondern auch in Taten anzugehen. Dass die Menschheit die Aussichtslosigkeit militärischer Konfrontation, von Diktat sowie die Notwendigkeit einer für alle akzeptablen Lösung der aufkommenden Fragen und Probleme erkannte und schließlich mit dem Aufbau einer neuen, nachhaltigen Weltordnung begann. Ich bin überzeugt, dass es genau so kommen wird."
Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 1. Oktober 2026 zuerst auf der Website der Zeitung "Wsgljad" erschienen.
Andrei Restschikow ist Analyst bei der Zeitung "Wsgljad".
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